Mancha Blanca liegt unmittelbar am Rande der Lavafelder des heutigen Timanfaya Nationalpark. Der Ort wäre bei den Vulkanausbrüchen von 1730 bis 1736, und dem bisher letzten großen Ausbruch im Jahre 1824, als die Lava nur wenige Meter vor dem Ort erstarrte, mehrmals von den Lavaströmen fast überrollt worden.

Die Legende besagt, dass sich die Bevölkerung göttlichen Beistand mithilfe der Heiligenstatue Virgin de los Dolores (Jungfrau der Schmerzen) aus der Kirche San Rogue im benachbarten Tinajo holte. Mit ihr zogen sie in einer Prozession dem fließenden Lavastrom entgegen, der dann am 16. April 1736 am Berg Montaña de Guiguan stehenblieb und erstarrte.

Daraufhin versprachen die Bewohner der Gemeinde, der Madonnenfigur ein eigenes Gotteshaus zu errichten, das zunächst in Form einer kleinen Kapelle 1781 fertiggestellt war. Bei dem späteren und bisher letzten Vulkanausbruch im Jahre 1824 rettete die Virgin de los Dolores erneut Mancha Blanca vor den Lavamassen – so die Interpretation der Gläubigen. Die heutige Wallfahrtskirche, die Nuestra Señora de los Dolores, wurde 1862 endgültig für die Virgin de Los Dolores errichtet.

Zum Dank der Rettung Mancha Blancas wird die Madonnenstatue jedes Jahr am 15. September in einer feierlichen Prozession von Tinajo zur Wallfahrtskirche in Mancha Blanca Ort getragen und ein großes Fest gefeiert. Dazu findet die Ofrenda a la Virgen, die Opfergabe an die Heilige statt.

Im Rahmen dieser Feierlichkeiten wird seit 1989 jährlich die Kunsthandwerkermesse Feria Insular de Artesania de Mancha Blanca veranstaltet, auf der Kunsthandwerk aller Kanarischen Inseln angeboten wird.

 

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