Entstanden ist das Dorf dank der Iglesia de San Marcial de Rubicón. Diese Kirche hatte ihren
Standort zu nah an der Küste in der Rubicón-Ebene, so dass sie im 15. Jahrhundert bei
Piratenangriffen nicht mehr zu schützen war. Man baute sie etwa 350 Meter höher gelegen,
an der Gebirgskette Los Ajaches, am Ende des Valle del Pozo wieder auf. In diesem Tal
werden noch heute Zwiebeln und Kartoffeln angebaut. Nördlich davon erhebt sich der mit
608 Metern zweithöchste Berg Lanzarotes, der Atalaya de Femés.
Die heute gleißend weiße Wallfahrtskirche schmücken zwei Eingangsportale aus rötlichem
Vulkanstein. Lange Zeit vernachlässigt, wurde sie 1733 nach einem Besuch des Bischofs
Don Pedro Manuel D'Avila y Cardenas, an den eine Steintafel am Südportal erinnert,
neu entdeckt und geweiht. Noch während der Timanfaya-Ausbrüche erwarb man für das
Gotteshaus eine neue Statue des San Marcial, des Schutzpatrons und ersten Bischofs
von Lanzarote, und errichtete ihm zur Seite eine Pilgerherberge.
Es entstand das heute sehr gepflegte Dorf, dessen Bewohner lange Zeit von Ziegenzucht
und der Herstellung von Ziegenkäse (Queso de Cabra) lebten. Nun ist auch hier die
Haupteinnahmequelle der Tourismus. Denn Femés wird auch als Balkon des Rubicón
bezeichnet, weil es einen großartigen Ausblick auf die Rubicón-Ebene im Süden
Lanzarotes bis hin zu den Nachbarinseln Los Lobos und Fuerteventura bietet.
Zu Ehren San Marcials wird immer am 7. Juli in Femés ein großes Fest abgehalten.
Es ist die größte, mehrere Tage dauernde religiöse Feier Lanzarotes mit Prozession,
Budenzauber sowie Tanz und Musik auf der Plaza.
 
 
 

 

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